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Mit dem Motorboot von See zu See

Im Herzen des Lausitzer Seenlandes reihen sich gleich zehn Seen aneinander. Künftig werden sie durch Wasserstraßen verbunden sein. Ein Teil des Reviers ist bereits schiffbar. Senftenberger See und Geierswalder See sind wie gemacht für einen Familienausflug mit dem Motorboot.

©Foto Nada Quenzel
Knoten üben auf Motorboot ©Foto Nada Quenzel

Das sind ungefähr 30 Kilometer, die man bequem an einem Tag schafft. Um Freizeitkapitän zu werden, ist keine seemännische Erfahrung nötig, denn die beiden Seen lassen sich auch mit Motorbooten ohne Führerschein befahren.

Ausgangspunkt für die Bootstour ist das Hafencamp am Senftenberger See in Großkoschen. An der Marina macht Bootsvermieterin Manuela Zahn die Gäste-Crew mit dem führerscheinfreien Motorboot namens Lamir vertraut. Nach einer ausführlichen Einweisung in die Technik und die Vorfahrtsregeln können auch ungeübte Matrosen das Seenland erkunden.

Leinen los für die Familiencrew

Zu dritt geht es mit Badetasche, Sonnencreme und Wasserkarte an Bord. „Klar zum Ablegen!" Das Steuer ein klein wenig nach rechts drehen, warten, bis das Boot reagiert, erst dann wieder gegensteuern. Das Fahren erfordert die ganze Aufmerksamkeit – einen Blick backbord auf die Naturschutzinsel darf der Kapitän dennoch riskieren. Langsam wird über den Senftenberger See geschippert. Segeljollen, Kanus und Sportboote kommen entgegen. Auch die Mitpassagiere scheinen die Bootsfahrt zu genießen. Dass er keinen festen Boden unter den Füßen hat, gefällt dem sechsjährigen Tom offenbar gut. Erstes Ziel ist der Stadthafen. 2013 eröffnet, macht er Senftenberg zur Hafenstadt. Insgesamt 140 Liegeplätze für Dauer- und Gastlieger sind vorhanden. Beim Anlegen fasst Tom mit an und hängt die Fender für die Bordwand des Bootes raus.

©Foto Nada Quenzel
©Foto Nada Quenzel
Mit dem Motorboot bei den Schwimmende Häusern am Geierswalder See ©Foto Nada Quenzel

Meisterwerk im Seenverbund

Zwei Eiskugeln später sind wieder alle an Bord und das Boot läuft aus. Die bunte Menschenmenge auf der Hafenpromenade wird immer kleiner. Das Boot nimmt Kurs auf den Koschener Kanal. Die für Sportboote und Ausflugsschiffe gebaute Wasserstraße ist einen Kilometer lang und unterquert in zwei Tunneln die Schwarze Elster und die Bundesstraße 96. Aufregend, vor allem für Fahranfänger, ist das Passieren der Schleuse. Bis sich alle Boote, Flöße und Kanus endlich vertäut haben und auch die Lamir eingefädelt hat, dauert es. Der Schleusenwart hilft. Dann schließen sich die Tore und das Wasser steigt. Schaltet die Ampel auf Grün, heißt es wieder Konzentration.

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Auszeit auf dem Motorboot ©Foto Nada Quenzel
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Anlegen am Wassersportzentrum Geierswalder See ©Foto Nada Quenzel

Ein perfekter Sommertag auf dem Wasser

Weit öffnet sich die Wasserfläche des Geierswalder Sees. Jetzt darf auch Tom mal hinter dem Ruder Platz nehmen. Stolz steuert der Nachwuchs-Kapitän das Boot. Im typischen Rot-weiß ist das Leuchtturm-Hotel bereits zu sehen, davor der Anleger mit den runden Grillbooten, gleich daneben das Wassersportzentrum. Etwas weiter liegen die schwimmenden Ferienhäuser vorm Bug. Dann will Tom endlich ins Wasser. Mitten auf dem See ist der Sprung in den See ein besonderes Erlebnis. Einige Po-Bomben und Kopfsprünge später faulenzen alle drei in der Sonne. Das sanfte Schaukeln und die frische Seeluft machen schläfrig und hungrig. Also wird der Wasserwanderrastplatz am Südufer angesteuert. Letztes Ziel, bevor es im Boot zurück ins Hafencamp geht, ist ein gemütlicher Platz auf der Seeterrasse im Leuchtturm. Tom rennt schon mal vor. Die Eltern spazieren hinterher. „Bloß keine Hektik, davon gibt es zu Hause schon genug.“

Tipp

Führerscheinfreie Boote, auch Flöße und Grillboote, werden hier vermietet: Hafencamp Senftenberger See, Stadthafen Senftenberg, Wassersportzentrum am Geierswalder See, Hafen Klitten am Bärwalder See