TOP 10 Radtouren für den Herbst

Die Kraft der Herbstsonne genießen Sie am besten draußen in der Natur beim Radfahren. Die herbstliche Seenlandschaft lädt zu ausgedehnten Radtouren ein. Fahren Sie entlang der Seeufer, durch Wälder, vorbei an Bergbaufolgelandschaften oder Tagebauen. Auch Tierbeobachtungen sind auf einigen Radtouren möglich. Ob bei einer kurzen Runde um einen der neuen Seen oder bei einer Tagestour - hier sind 10 Radtourentipps im Lausitzer Seenland für Sie. Also rauf auf den Sattel und Herbstsonne tanken!

Radfahrer entlang des Seeufers, Foto: Nada Quenzel
Radfahren im Herbst, Foto: Nada Quenzel

TOP 1 - Vom Bergmann zum Seemann, 54 Kilometer

In einigen Jahren soll im Lausitzer Seenland Europas größte künstliche Wasserlandschaft mit mehr als zwei Dutzend Seen und schiffbaren Kanälen vollendet sein. Auf der Radtour lässt sich der spektakuläre Landschaftswandel vom Bergbaurevier zum Wasserparadies nachverfolgen. Startpunkt ist der Großräschener See. Vom Aussichtspunkt Victoriahöhe bietet sich ein Blick über den noch jungen See, die moderne Seebrücke und die IBA-Terrassen samt Weinberg. Die ersten Kilometer führen zum aktiven Tagebau Welzow-Süd. Riesige Eimerketten- und Schaufelradbagger sowie eine Abraumförderbrücke sind hier im Einsatz. Am Aussichtspunkt Welzower Fenster kann man sich einen Eindruck von der Dimension dieses Tagebaus machen. Danach erreicht man am noch nicht fertig gefluteten Sedlitzer See den Rostigen Nagel, einen 30 Meter hohen Aussichtsturm aus rostrotem Corten-Stahl. Wenig später gelangen Radfahrer an den Senftenberger See, an dem das Lausitzer Seenland seinen Anfang nahm. Bereits 1973, nach Flutung des Tagebaus Niemtsch, konnten erste Gäste hier baden. Ein lohnender Zwischenstopp ist der moderne Stadthafen mit seiner futuristischen Seebrücke, die weit über das Wasser hinausragt. Zurück geht es nach Großräschen.

Gästeführung am Stadthafen Senftenberg ©Foto Nada Quenzel

Top 2 - Radtour um den Großräschener See, 18 Kilometer

Der Seerundweg startet in Großräschen. Erstes Highlight sind die IBA-Terrassen. Die minimalistische Architektur aus drei durch Terrassen verbundene Gebäudewürfel waren von 2000 bis 2010 Schauplatz der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land. Hier gibt es nicht nur ein Besucherzentrum, sondern auch ein Bistro, wo man sich stärken kann. Der Blick von den Terrassen reicht vom Hafenbecken, über die Seebrücke bis hin zum Weinberg direkt am Seeufer. Nicht weit entfernt befindet sich der Aussichtspunkt Victoriahöhe der einen ebenso schönen Blick auf den See, aber auch die IBA-Terrassen öffnet. Weiter entlang des Radweges, ungefähr bei der Hälfte der Tour befindet sich die Reppister Höhe. Besonderes Merkmal sind die Umrisse der sieben für den Tagebau Meuro abgebaggerten Orte - Bückgen, Großräschen-Süd, Anna-Mathilde, Rauno, Reppist, Sauo und Birkenhain - im Maßstab 1:150 und einer Stele mit Ortsnamen. Von hier aus hat man einen schönen Blick über Senftenberg, Großräschen und die weitreichende Landschaft.

Radfahrer machen Pause an der Victoriahöhe, Foto: Nada Quenzel
Weinberg am Großräschener See, Foto: Nada Quenzel

TOP 3 - Dem Wolf auf der Fährte, 47 Kilometer

Seit Ende der 1990er Jahren leben in der Lausitz wieder mehrere Wolfsrudel. Auf dieser Radtour lernen Sie ihren Siedlungsraum kennen. Dichte Kiefernwälder, Binnendünen, Teiche und Fließgewässer begegnen den Radfahrern unterwegs. Auch kleine Orte sowie imposante Tagebaue und Bergbaufolgelandschaften liegen auf der Route. Auf Informationstafeln an verschiedenen Standorten entlang des Weges findet man Wissenswertes über den Wolf und seinen Lebensraum. Ein Zwischenstopp sollte unbedingt im Findlingspark Nochten eingelegt werden. Mit 7.000 Findlingen wurde ein besonderer Landschaftsgarten gestaltet. Ein kleiner Imbiss kann hier zur Stärkung genutzt werden. Das Ziel der Radtour der Erlichthof in Rietschen. Die historischen Schrotholzscheunen beherbergen eine Ausstellung über das Leben der Wölfe, ein Museum, traditionelles Handwerk und vieles mehr.

Dem Wolf auf der Fährte, Foto: Sascha Prietzel

TOP 4 - Radtour um den Senftenberger See, 18 Kilometer

Dieser Seerundweg bietet von allen Seiten den Blick auf den 1973 eröffneten Senftenberger See samt Naturschutzinsel inmitten des Sees. Highlights an der Strecke sind der Aussichtspunkt "Schiefer Turm", der Stadthafen Senftenberg sowie der Koschener Kanal samt Schleuse. In unmittelbarer Umgebung des Stadthafens können der Tierpark oder Schloss und Festung Senftenberg besucht werden. Rund um den See gibt es immer wieder kleinere oder größere Imbisse, um sich zu Stärken. Wer die Seerunde abkürzen möchte oder nach der Radtour noch den Blick von der anderen Seite genießen möchte, der sollte mit dem Fahrgastschiff "Santa Barbara" eine Runde über den See drehen. Fahrräder können auf dem Schiff mitgenommen werden.

Radfahrer am Senftenberger See, Foto: Nada Quenzel

Top 5 - Zu den Felsen aus Glas in die Buck'sche Schweiz, 25 Kilometer

Die Radtour in die Bucksche Schweiz ist besonders für Naturliebhaber ein Vergnügen. Unterwegs im drei Hektar großen Flächennaturdenkmal südlich des Senftenberger Sees radelt man durch unendlich scheinende Wälder, die viele Wanderer und Läufer anlocken und als pilzreich gelten. Zuvor führt die Route in Hohenbocka am märchenhaften Schloss vorbei, das vor mehr als 100 Jahren erbaut wurde. Wenig später erreicht man am Prossenberg die sogenannten Felsen aus Glas. Die bizarren zwei bis drei Meter hohen Sandsteinfelsen aus erhärtetem Glassand bieten einen idealen Picknickplatz. Sie erinnern an die Felsformationen in der Sächsischen Schweiz. Der feine Quarzsand wird seit dem 19. Jahrhundert in der Gegend abgebaut und zur Herstellung von farblosem Glas verwendet.  Anschließend führt die Tour weiter zum Senftenberger See. Hier garantiert der 31 Meter hohe Schiefe Turm beste Aussichten auf das glasklare Wasser, die Naturschutzinsel im See und die dichten Kiefernwälder. Mit 10 Grad Neigungswinkel ist der Turm schiefer als sein Pendant in Pisa.

Radfahrer an den Glassandfelsen in der Buck'schen Schweiz, Foto: Nada Quenzel

TOP 6 - 6 Seen an einem Tag, 58 Kilometer

Rund um die Doppelstadt Guben-Gubin an der Neiße wechseln sich ausgedehnte Wälder, grüne Wiesen und Heidelandschaften mit idyllischen Naturseen und beschaulichen Dörfern ab. Die Radtour führt zu sechs der schönsten Seen der Umgebung: Deulowitzer See, Pastlingsee, Großsee, Kleinsee, Pinnower See und Göhlensee. Radfahrer finden hier vor allem wohltuende Ruhe und Abgeschiedenheit. An den Seeufern kann man entspannen und den Ausblick genießen. Seltene Pflanzen, Seerosenfelder und dichtes Schilfrohr sind zu entdecken. Wasservögel, Störche und viele andere Tiere lassen sich unterwegs oder bei einer Rast im Grünen gut beobachten. Für Naturfreunde ist die Tour eine traumhafte Strecke.

Unterwegs in Guben, Foto: MuT Guben, Kerstin Geilich

TOP 7 - Radtour um den Partwitzer See, 21 Kilometer

Start und Ziel der Tour ist der kleine Ort Klein Partwitz. Während der Rundtour können die Entwicklungen der Seen und Kanäle sehr gut beobachtet werden. Entlang des Seerundweges werden drei verschiedenen Kanälen passiert - der Kanal zum Neuwieser See, der Barbara-Kanal und der Rosendorfer Kanal. Während der Barbara-Kanal bereits schon von Booten befahren werden kann, sind die anderen Kanäle bisher nur sichbare Verbindungen. Den sowohl der Neuwieser See als auch der Sedlitzer See, wo der Rosendorfer Kanal die Seen verbindet, sind beide noch in Flutung. Architektonisch gibt es ebenso zwei Highlights. Die im Fachwerkstil erichtete Dorfkirche Lieske ist einen Abstecher wert und wieder zurück auf der Strecke gibt kurz vor dem Ende noch ein Schwimmendes Haus zu bestaunen. Wer dann nach der 21 Kilometer langen Radtour eine Stärkung sucht, der ist im Restaurant "Partwitzer Hof" gerne gesehen. Das Restaurant befindet sich auf dem Gelände des gleichnamigen Reiterhofs.

Radfahrer am Partwitzer See, Foto: Nada Quenzel

TOP 8 - Altbergbautour, 25 Kilometer

Der UNESCO Global Geopark Muskauer Faltenbogen überrascht mit einer sehr abwechslungsreichen Kultur- und Naturlandschaft. Die Formation gilt als eine der schönsten Stauchendmoränen Mitteleuropas. Er ist die Wiege des Braunkohletagebaus in der Lausitz. Die Gletscher der Eiszeiten formten diese einzigartige Landschaft. Mannigfaltige Gewässer garantieren einen unverwechselbaren Charakter. Ein Teil davon geht auf den vor 170 Jahren begonnenen Abbau von Braunkohle, Tonen und Glassanden zurück, der wegen der besonderen geologischen Verhältnisse oberflächennah erfolgte. Glas- und Eisenhütten, keramische Fabriken und Töpfereien fertigten hochwertige Produkte, die Abnehmer in aller Welt fanden. Radfahrer stoßen auf der Altbergbautour nahe der Glasmacherstadt Döbern nicht nur auf beeindruckende Zeugnisse der Kohlegewinnung und -verarbeitung. Längst haben sich die Bergbaurestlöcher zu idyllischen Biotopen inmitten einer typischen Heide- und Waldlandschaft entwickelt. Die Strecke führt durch Natur- und Landschaftsschutzgebiete mit zahlreichen Informationstafeln, die die geologischen Besonderheiten erläutern.

Altbergbautour im Geopark Muskauer Faltenbogen, Foto: Nada Quenzel

TOP 9 - Radtour um den Dreiweiberner See, 8 Kilometer

Eine der kürzesten Seerundwege führt um den Dreiweiberner See. Wer Ruhe und Erholung sucht, der kann sich auf diese kurze Radroute freuen. Der Rundweg bietet viele Blicke auf Flora und Fauna am und im See. Aufmerksame Radler können entlang des Weges herausfinden, wie der See und der Ort zu ihren Namen gekommen sind. Für die Stärkung sorgen zum Beispiel Hipos Beachbar, Grill und Chill in der gläsernden Pyramide oder auch das Restaurant Herzogs in Lohsa. Wer am Ende noch ein wenig Adrenalin sucht, der kommt an der Outdoor-Kartbahn in Lohsa ganz auf seine Kosten.

Radfahren auf dem Seerundweg am Dreiweiberner See, Foto: Nada Quenzel

TOP 10 - Durch Krabats sorbische Heimat, 59 Kilometer

Tauchen Sie ein in die Kultur der Sorben, einer slawischen Ethnie, die seit dem sechsten Jahrhundert in der Lausitz lebt und bis heute Sprache und Traditionen lebendig hält. Museen und Heimatstuben entlang der Strecke geben ein authentisches Bild über das Leben früherer Generationen und vermitteln Interessantes über Bräuche, Traditionen und Trachten. Handwerker gewähren Einblick in ihre Arbeit und Gedenkstätten verweisen auf sorbische Persönlichkeiten. Im Zeißighof, ein sanierter sorbischer Bauernhof aus dem 19. Jahrhundert kann sorbisches Leben und bäuerliches Handwerk erlebt werden. Höhepunkt der Radtour ist der Erlebnishof Krabat-Mühle. Hier begegnet man der wohl bekanntesten sorbischen Sagengestalt, dem gutmütigen Zauberer Krabat. Sein Handwerk soll er in der Schwarzen Mühle erlernt haben. Am Originalschauplatz in Schwarzkollm wird die Sage von Krabat wieder lebendig. Auf dem Gelände der Mühle befinden sich eine Schauwerkstatt und eine Gastwirtschaft. Sagenhaft gute Buttermilchplinse und schwarzes Eis sind zwei weitere gute Gründe für den Besuch. Bevor es wieder zurück nach Hoyerswerda geht erreichen Radfahrer die Schrotholzscheune Pattoka in Bergen, die eine Ausstellung zu sorbischem Brauchtum beherbergt. Entstanden ist das Gebäude 1768 in lausitztypischer Blockbauweise.

Erlebnishof Krabat-Mühle, Foto: Daniel Reiche

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