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ENERGIE-Route Lausitzer Industriekultur

Das heutige Lausitzer Seenland ist eine Region im Wandel, die rund 150 Jahre lang vom Bergbau und der Gewinnung von Energie geprägt war. Und dafür waren riesige Bauten und Maschinen nötig, die sich durch die Landschaft frästen. Insgesamt holten die Bergleute mehr als zwei Milliarden Tonnen Kohle aus der Erde.

Doch das Quietschen der Förderbrücken ist verstummt – die Staubwolken sind längst verschwunden. Geblieben ist eine weite Landschaft sowie Zeugen aus Stein und Metall. Es handelt sich um ehemalige Tagebaue, Fabriken und Arbeitersiedlungen, die heute über die ENERGIE-Route Lausitzer Industriekultur miteinander verbunden sind.

 
ENERGIE-Route Lausitzer Industriekultur, Foto: Nada Quenzel
Besucherbergwerk F60 am Bergheider See, Foto: Nada Quenzel
Pressenhaus in der Energiefabrik Knappenrode, Foto: Nada Quenzel
IBA-Terrassen am Großräschener See, Foto: Nada Quenzel
Schaltzentrale im Erlebnis-Kraftwerk Plessa, Foto: Nada Quenzel
Besucherzentrum excursio in Welzow, Foto: Nada Quenzel
Besucherzentrum im Kraftwerk Schwarze Pumpe, Foto: Nada Quenzel
Biotürme Lauchhammer, Foto: Nada Quenzel
Kesselhaus in der Brikettfabrik Louise, Foto: Nada Quenzel
Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, Foto: Marlies Kross
Elektroporzellan-Museum Margarethenhütte in Groß Dubrau, Foto: Nada Quenzel
Gartenstadt Marga, Foto: LMBV, Peter Radke

Die Erlebnisstationen der ENERGIE-Route

Die ENERGIE-Route, das sind elf faszinierende Originalschauplätze zwischen Cottbus und Bautzen. Schon von Ferne ist das Besucherbergwerk F60 mit seiner Abraumförderbrücke am Horizont sichtbar – ein liegender Gigant aus Metall – 80 Meter hoch, 200 Meter breit und einen halben Kilometer lang. Mit dem 11.000 Tonnen schweren Gerät wurden früher die Erdschichten, die über den Kohleflözen lagen, abtransportiert.

Faszinierend sind auch die außerirdisch anmutenden Biotürme Lauchhammer mit ihren runden Schloten, die auf den ersten Blick rätselhaft wirken. Es ist der Rest einer einstigen Großkokerei, in der früher aus Braunkohle Koks entstand. Die dabei anfallenden Abwässer wurden in den Türmen in einem biologischen Verfahren geklärt.

Wie sehr sich das Leben der Menschen in dieser Region in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat, erfährt man am besten auf den IBA-Terrassen in Großräschen. Noch vor 20 Jahren schien es, als endete hier, an der Kante des Tagebaus Meuro, die Zivilisation abrupt. Heute schweift der Blick von der Terrasse des Besucherzentrums oberhalb eines Weinbergs weit über die glitzernde Wasserfläche des Großräschener Sees.

Ein beliebtestes Ziel ist ebenso die Energiefabrik Knappenrode. Mehr als 100 Jahre ist sie alt. Einst wurden hier Kohlebrocken aus den Tagebauen zu pfundschweren Energiepaketen gepresst. Die kleine Schwester des Werkes aus dem Jahr 1882, die Brikettfabrik „Louise“, steht in Domsdorf. Auch das Erlebnis-Kraftwerk Plessa mit seiner authentischen Kraftwerkstechnik aus den 1920er Jahren ist ein beeindruckendes Monument der Industriekultur. Mit einer Tour durch den aktiven Tagebau Welzow-Süd oder das Kraftwerk Schwarze Pumpe bei laufendem Betrieb endet die Spur der Kohle schließlich in der Gegenwart.

Doch die Lausitzer Industriekultur erzählt nicht nur von Kohle. Das Elektroporzellan-Museum Margarethenhütte entführt Besucherinnen und Besucher in die Frühzeit der Elektrotechnik. Zum Flanieren lädt die Gartenstadt Marga in Senftenberg ein, eine Werkssiedlung aus der Gründerzeit und gleichzeitig Deutschlands älteste Gartenstadt. Ein Highlight für Architektur- und Kunstliebhaber ist das Brandenburgische Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus, das heute eine bedeutende Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst beherbergt und außerdem selbst ein sehenswerter Bau ist, der exemplarisch für die Industriearchitektur der 1920er Jahre steht.

Die elf Erlebnis-Stationen der ENERGIE-Route im Überblick

Das touristische Serviceangebot der Industriekulturorte ist recht unterschiedlich. Als Orientierungshilfe sind die Sehenswürdigkeiten folgendermaßen sortiert:
Highlights -  touristische Attraktionen mit allem Komfort
Empfehlungen - erlebnisreiche Orte mit etwas weniger Serviceangebot
Geheimtipps - besondere Kleinode, Führungen teilweise nur auf Anfrage
  • Highlights: Besucherbergwerk F60, Besucherzentrum IBA-Terrassen, Energiefabrik Knappenrode, Brandenburgisches Landesmuseum für moderne Kunst im Dieselkraftwerk Cottbus
  • Empfehlungen: Tagebau Welzow-Süd, Kraftwerk Schwarze Pumpe, Erlebnis-Kraftwerk Plessa, Brikettfabrik Louise
  • Geheimtipps: Biotürme Lauchhammer, Gartenstadt Marga, Elektroporzellan-Museum Margarethenhütte

Information

ENERGIE-Route Lausitzer Industriekultur
Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.
Am Stadthafen 2
01968 Senftenberg 
Telefon: 03573-7253000
E-Mail: info@energie-route-lausitz.de
Web: www.energie-route-lausitz.de 

Stationen der ENERGIE-Route im Lausitzer Seenland

Entdecker-Touren der ENERGIE-Route

Wer den Besuch einer Station der ENERGIE-Route mit einem Tagesausflug verbinden will, für den sind die „Entdecker-Touren“ gedacht. Diese kompakten Reiseführer geben interessante Einblicke in die Regionalgeschichte mit ihren großen und kleinen Sehenswürdigkeiten.

Alle elf Tagesauflüge, die eine Länge zwischen 13 und 55 Kilometern haben, sind in einzelnen PDF-Dateien beschrieben, praktisch zum selber Ausdrucken und damit ein idealer Wegbegleiter für unterwegs. Darüber hinaus gibt es Informationen zum Schwierigkeitsgrad der jeweiligen Tour. Hinzu kommen zahlreiche Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Gaststätten und Unterkünften.

Die Entdecker-Touren sind Radtouren, einzig die Tour zum Kunstmuseum im Dieselkraftwerk Cottbus ist als Spaziergang ausgelegt.