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Niederlausitzer Bergbautour

Begeben Sie sich auf der Niederlausitzer Bergbautour auf eine Entdeckungsreise durch mehr als 150 Jahre Braunkohlegeschichte. Der Fernradweg führt Sie auf über 500 km durch den Süden Brandenburgs und ein kurzes Stück durch den Norden Sachsens. Dabei erleben Sie eine Mischung aus Industriekultur, wie z.B. die Stationen der ENERGIE-Route, malerischen Orten, imposanten Tagebauen und neuen Landschaften.

 
FabrikErlebnisRundgang in der Energiefabrik Knappenrode, Foto: Nada Quenzel
Biotürme Lauchhammer, Foto: Nada Quenzel
Picknick im Tagebau, Foto: Nada Quenzel
Erlebnis-Kraftwerk Plessa, Foto: Nada Quenzel

Wohin die Radler auch schauen, fallen ihnen Belege des intensiven Braunkohlebergbau ins Auge. Das sind noch aktive Abbaufelder mit riesigen Baggern. Aussichtspunkte an den drei aktiven Tagebauen geben den Blick frei auf imposante Weite und turmhohe Maschinen. Sollte Ihnen die Aussicht aus der Ferne nicht genügen, können Sie zu Erlebnistouren bis hinunter zur Kohle aufbrechen. Frühere Arbeitswelten, Technikgeschichte und der tägliche Weg der Bergmänner kann auf der Bergbautour vielerorts hautnah erlebt werden:

1:06 Video zur Niederlausitzer Bergbautour
  • Wie die gewonnene Kohle verarbeitet wurde, zeigt unter anderem die Energiefabrik Knappenrode. Dreimal am Tag heißt es hier ohrenbetäubend Schichtbeginn.
  • Auch die größte technische Anlage der Welt ist zu bewundern, das Besucherbergwerk F60. Zwischen Himmel und Erde auf dem "liegenden Eiffelturm" der Lausitz können Sie bei geführten Rundgängen in bis zu 80 Metern Höhe die Landschaft entdecken.
  • Dröhnte früher ein Dieselmotor im Kunstmuseum Dieselkraftwerk in Cottbus, können Sie heute zeitgenössische Kunst im technischen Ambiente genießen.
  • Bei einem Besuch im Erlebnis-Kraftwerk Plessa können Radler unter anderem die beeindruckende Schaltzentrale besichtigen.
  • In Lauchhammer, wo neben Kohle und Schwermaschinenbau auch der Kunstguss zur Industriegeschichte der Stadt gehört, bieten die Biotürme der einstigen Großkokerei als Industriedenkmal mit zwei Aussichtskanzeln außergewöhnliche Perspektiven.
  • Im Archiv verschwundener Orte wird die Geschichte jener Orte der Lausitz dokumentiert, die den Tagebauen weichen mussten.

Im Laufe der Radtour erfahren die Radfahrer, wie nach dem Bergbau hinterlassene Flächen rekultiviert und zu Erholungslandschaften umgestaltet wurden. Bestes Beispiel ist der Senftenberger See, der bereits seit vier Jahrzehnten viele Badegäste und Wassersportler anzieht. Nur wenige Kilometer weiter entsteht als Teil des Lausitzer Seenlandes der Großräschener See. An seinem Ufer befinden sich die architektonisch einmaligen IBA-Terrassen.

Länge: 500 km
Start / Ziel: Senftenberg
Logo / Wegstreckenzeichen: radelnder Rekord-Teufel

Verlauf: Senftenberg, Schwarzheide, Lauchhammer, Klettwitz, Lichterfeld (Abstecher), Freienhufen, Calau, Fürstlich Drehna, Hindenberg, Groß Beuchow, Lübbenau/Spreewald, Raddusch, Vetschau/Spreewald, Wüstenhain, Casel, Kolkwitz, Cottbus, Teichland, Bärenbrück, Jänschwalde Kolonie, Drewitz, Kerkwitz, Grießen, Neu Sacro, Gosda, Gross Jamno, Gahry, Mattendorf, Döbern, Bohsdorf, Hornow, Bloischdorf, Sellessen, Spremberg, Spreewitz, Burg, Lohsa, Mortka, Knappenrode, Hoyerswerda, Burg, Spremberg, Steinitz, Geisendorf, Welzow, Neupetershain, Pritzen, Großräschen, Sedlitz, Senftenberg

Wegebeschaffenheit: überwiegend asphaltierte Radwege und Fahrradstraßen, wenige Abschnitte auch auf Nebenstraßen oder unbefestigten Wegen, wenige Steigungen

Kombinationsmöglichkeiten:

  • Seenland-Route
  • Fürst-Pückler-Weg
  • Spreeradweg
  • Oder-Neiße-Radweg

Routenverlauf

Faltblatt zur Niederlausitzer Bergbautour

Um sich vor Ihrem Radurlaub einen Überblick über den Fernradweg zu verschaffen, können Sie ein Faltblatt kostenfrei bestellen oder herunterladen. Das Faltblatt stellt neben Informationen zum Streckenverlauf und einer Routenskizze Empfehlungen zu Sehenswertem, Übernachtungsangeboten und Radvermietern entlang der Strecke vor. 

Faltblatt Niederlausitzer Bergbautour bestellen


Kartenempfehlungen

Wander- und Radwanderkarten, Sachsen Kartographie GmbH:

  • Niederlausitz Spree-Neiße-Region, 1:75.000, ISBN 978-3-932281-16-7
  • Landkreis Oberspreewald-Lausitz, 1:50.000, ISBN 978-3-932281-58-7
  • Lausitzer Seenland, 1:50.000, ISBN 978-3-932281-21-1

Service rund um Ihren Radurlaub

Ganz speziell auf Radurlauber eingestellt sind die zahlreichen radlerfreundlichen Bett & Bike Gastgeber an der Niederlausitzer Bergbautour. Unterkünfte entlang der Seenland-Route vermitteln Ihnen gern unsere Touristinformationen. Eine Übersicht der Bett & Bike Betriebe und Fahrradvermietungen im Lausitzer Seenland haben wir für Sie zusammengestellt. 

Streckenhinweise

Die Bergbaufolgelandschaften sind eine sehr sensible Zone und dürfen deshalb mancherorts nur bestaunt, aber noch nicht betreten werden. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) mbH weist durch Schilder an der Strecke darauf hin und informiert Sie im Internet zu temporär gesperrten Radwegen und Sanierungsbereichen. Aktuelle Informationen unter lmbv.de.

Anreise

    • per Auto über die Bundesautobahnen 13 und 15
    • per Bahn z.B. von/nach Senftenberg, Cottbus, Forst (L.), Spremberg, Großräschen
    • weitere Infos zur Anreise ins Lausitzer Seenland

Über den Rekord-Teufel

Der Teufel, das Symbol der Niederlausitzer Bergbautour, Foto: Nada Quenzel

Der Rekord-Teufel ist nicht nur das Symbol für Kohle aus der Lausitz, sondern auch für die Niederlausitzer Bergbautour. Kaum ein anderer Teil Deutschlands widmet dem Teufel in der Sagenwelt eine so große Rolle wie die Lausitzer. Alles, was den Menschen widerfährt oder missglückt, wird auf den Teufel geschoben, der wendisch "Tscherenbog" heißt. So sagen die Bergleute mit einem Augenzwinkern: "Der liebe Gott hat die Lausitz geschaffen, und der Teufel hat die Kohle versteckt - aber wir haben sie gefunden und gehörig abgetragen!"