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Landschaft im Wandel

Vom Braunkohlerevier zum Urlaubsparadies

Riesige Wasserflächen glitzern in der Sonne, Familien starten zur Fahrradtour, Stand-Up-Paddler ziehen ihre Bahnen und Boote segeln auf dem See. Was heute im Lausitzer Seenland Realität ist, war vor wenigen Jahrzehnten noch ein unendlich fern erscheinender Traum. Aus den Mondlandschaften einstiger Braunkohletagebaue zwischen Berlin und Dresden hat sich ein attraktives Reiseziel entwickelt. Im Lausitzer Seenland wächst mit mehr als 20 gefluteten Seen und schiffbaren Kanälen die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas heran.

Zwischenstopp an der Viktoriahöhe am Großräschener See © Nada Quenzel
Radler an der Schleuse am Koschener Kanal, Foto: Nada Quenzel
Abenteuer Floßtour, Foto: Nada Quenzel
Pressenhaus in der Energiefabrik Knappenrode, Foto: Nada Quenzel

Die Landschaft des Lausitzer Seenlandes lässt sich über zahlreiche miteinander vernetzte und gut ausgebaute Radwege erkunden. Die Seerundwege sind breit, überwiegend flach und asphaltiert. Mit dem Rad bieten sich immer wieder einzigartige freie Blicke aufs Wasser. Auf der Seenland-Route, einem 191 Kilometer langen Fernradweg, sind alle Stadien der Flutung – vom stillgelegten Tagebau bis zum fertigen Seen mit Jachthafen und hellen Badestränden – zu sehen. Der Radweg durchzieht die Region von Nord nach Süd und wieder zurück.

Auch vom Wasser aus lässt sich der Landschaftswandel beobachten. In den nächsten Jahren entstehen schiffbare Kanäle, welche zehn Seen miteinander verbinden werden. Schon heute können Freizeitkapitäne über den Koschener Kanal vom Senftenberger See zum Geierswalder See fahren. Darüber hinaus bietet das junge Reiseziel Wasserportlern zahlreiche Gelegenheiten zum Segeln, Motorboot fahren, Surfen, Jetski- und Wasserskifahren, Rudern oder Paddeln. Familien genießen den Strandurlaub an einem der Badeseen oder eine Tour mit dem Floß.

150 Jahre lang prägten der Bergbau und die Kohleproduktion das berufliche und gesellschaftliche Leben der Lausitz. In der Landschaft haben sie deutliche Spuren hinterlassen. Bergleute holten über zwei Milliarden Tonnen Braunkohle aus bis zu 60 Metern Tiefe. Riesige Tagebaurestlöcher blieben zurück. Mit der Flutung des Senftenberger Sees 1967 begann der Strukturwandel. Um diesen nachzuvollziehen, begeben sich Gäste am besten auf die Energie-Route der Lausitzer Industriekultur. An vielen Stationen erleben sie, wie Kohle in Energie verwandelt wird und wie Bergleute lebten und arbeiteten. Sie entdecken Orte, die bis vor einiger Zeit für die Öffentlichkeit nicht zugänglich waren.

Weitere Informationen unter www.lausitzerseenland.de