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In den Herbstferien Industriekultur entdecken

Verlassene Fabriken, stillgelegte Kraftwerke, nostalgische Technik: Authentische Industriekulturorte im Lausitzer Seenland ermöglichen Begegnungen mit einer Welt, die bis vor wenigen Jahrzehnten für Tausende in der Region noch Alltag war, aber heutigen Generationen bereits unendlich fern und fremd erscheint. Die Herbstferien sind eine gute Gelegenheit, spielerisch in diesen faszinierenden Kosmos vorzustoßen. Mehrere Museen halten Mitmach- und Erlebnisangebote parat. Die spannendsten Optionen stellen wir Ihnen vor.

Energiefabrik Knappenrode, Foto: Nada Quenzel
Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda, Foto: Nada Quenzel

Energiefabrik Knappenrode

Als vor 150 Jahren die Braunkohleförderung in der Lausitz in Schwung kommt, ist es vorbei mit dem stillen und ländlichen Leben in der Region. Aus Bauern werden Bergleute und Fabrikarbeiter, die Städte füllen sich, Werke und Arbeitersiedlungen schießen wie Pilze aus dem Boden. Bis in die 1980er Jahre ist die Lausitz das Energiezentrum der DDR. Mit dem Mauerfall beginnt abermals ein neues Kapitel. Tagebaue werden aufgegeben, geflutet, renaturiert. Die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft entsteht. Es ist ein Jahrhundertprojekt, das bis heute andauert.

Die neue Dauerausstellung in der Energiefabrik Knappenrode im sächsischen Hoyerswerda erzählt diese wechselvolle Geschichte des Lausitzer Reviers und seiner Menschen. Nach mehr als zwei Jahren Umbau öffnet sie am 16. Oktober. Auf zwei Etagen und 1400 Quadratmeter Ausstellungsfläche lässt sie an multimedialen Stationen und in Filmen Zeitzeugen zu Wort kommen, erklärt wie die Menschen vor und während der Industrialisierung hier lebten und wirft einen Blick in die Zukunft nach dem Kohleausstieg im Jahr 2038.

Daran schließt sich der individuelle Fabrikerlebnisrundgang an. Besucher erfahren, wie vor Ort aus Braunkohle Briketts gepresst wurden. Zweimal am Tag ertönt die Werkssirene. Daraufhin scheint der riesige Maschinenpark mit lautem Rattern und Dröhnen zum Leben zu erwachen. Es ist eine Audioinstallation, die einen kleinen Eindruck von den schweren Bedingungen vermittelt, unter denen die Menschen hier einst gearbeitet haben. Bei der „Kleinen Kumpeltour“, die in den Herbstferien gebucht werden kann, werden Familien an die Arbeitsplätze der einstigen Werksarbeiter geführt.
Ein an der Kasse erhältlicher Rucksack, gefüllt mit Rätseln und Quizspielen, lädt dazu ein, die Energiefabrik auf eigene Faust zu erkunden. Auch der Entdeckerkompass führt wie ein Reiseführer Familien zu kindgerechten Angeboten auf dem Areal, darunter ein bewegliches Modell einer Förderbrücke und eine begehbare Lok.

Voraussichtlich ab Mitte September werden auf der Webseite der Energiefabrik Termine für Führungen und museumspädagogische Angebote bekannt gegeben.

ZCOM Zuse-Computer-Museum Hoyerswerda

Ein Computer als täglicher Begleiter? Anno 1941 war das unvorstellbar. Als Konrad Zuse, der „Vater des Computers“ seine erste Rechenmaschine Z3 baute, war das ein raumfüllendes und energiefressendes Ungetüm. Das Zuse-Computer-Museum in Hoyerswerda erinnert in seiner Dauerausstellung an den Erfinder und die Geschichte des Computers. Mit einer App können kleine und große Besucher in drei interaktiven Kurzgeschichten verfolgen, wie die Computerpioniere ihre ersten Rechner entwickelten. Bei einer analogen Museumsrallye müssen Fragen beantwortet und an verschiedenen Stellen in der Dauerausstellung Rätsel gelöst werden.

Außerdem bietet das Museum in den Herbstferien zwei spannende Workshops für Familien an: Am 23. Oktober werden Bilder und Schablonen aus dem Lasercutter geschnitten. Damit können Motive auf ein mitgebrachtes T-Shirt gesprüht werden. Am 30. Oktober können alle Interessierten bei „Mikrocontroller für Anfänger“ elektrische Bauteile kennen lernen und erste Schritte in der Programmierung wagen bis einem ein Licht aufgeht oder zumindest eine LED blinkt. Anmeldungen unter Tel. 03571 2096080 oder service@zuse-computer-museum.com.

Kunstgussmuseum Lauchhammer

Goethe und Schiller in San Francisco, Helvetia in Genf, ein chinesischer Generalgouverneur in Shanghai: Großplastiken und Bronzegüsse aus dem brandenburgischen Lauchhammer sind in aller Welt zu finden. Die Kunstgießerei der Stadt, 50 Kilometer nördlich von Dresden, war im 19. Jahrhundert weithin bekannt für ihre monumentalen Statuen, Büsten, Glocken, Brunnen, Säulen, Brücken und Portale. Fast 300 Jahre nachdem der erste Hochofen angeblasen wurde, entstehen bis heute in der Kunstgießerei Skulpturen, Plastiken und Reliefs. Nebenan in einem Schulgebäude stellt das Kunstgussmuseum eine denkmalgeschützte Sammlung von rund 2800 Reliefs und Modellen aus Gips und Metall aus. Auch Eisen- und Bronzebildnisse, Poterie-Waren, Möbel, Medaillen und Gebrauchsgegenstände sind zu sehen.

In den Herbstferien bietet das Museum Mitmachangebote für Familien: Täglich können jüngere Kinder Gipsreliefs anmalen, ältere dürfen aus Gipsplatten ihr Relief selbst schnitzen. Am 24. und 25. Oktober, zum Tag des Offenen Ateliers, ist der Berliner Bildhauer Thomas Klemm zu Gast. Er leitet einen Workshop zum Modellieren und Abformen eines Porträts aus Ton und Gips. Anmeldungen unter Tel. 03574 860166 oder info@kunstgussmuseum-lauchhammer.de.

Am 31. Oktober eröffnet das Museum die Sonderausstellung „Lauchhammer in aller Welt“ mit Fotos von Kunstgussobjekten aus der Manufaktur, die in verschiedenen Ländern ihr Zuhause gefunden haben. Vom 31. Oktober bis 1. November sind außerdem die „Kunstgusstage“. Kinder sind eingeladen, aus Ton ein eigenes Denkmal zu formen.

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