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Gartenstadt Marga

Nicht nur für Architekturfreunde lohnt sich ein Besuch der Gartenstadt Marga im Senftenberger Ortsteil Brieske. Bei einem Bummel durch die Siedlung lässt sich die Gartenstadt am besten entdecken. Besucher sollten nicht versäumen, einen Blick in die Gärten und Höfe zu werfen.

Geschichte und Architektur der Gartenstadt Marga

In der Zeit zwischen 1907 und 1915 wurde die Gartenstadt Marga als Werks­siedlung der Ilse Bergbau AG mit kompletter Infrastruktur errichtet. Nach den Entwürfen des Dresdner Architekten Georg Heinsius von Mayenburg entstanden 78 Häuser. Sie sind circa 15 verschiedenen Haustypen zuzuordnen. Architektonisch geprägt ist die Garten­stadt von der Dresdner Reformarchitektur und Elementen des späten Jugendstils. Der Siedlungsgrundriss ist kreisförmig, wobei der rechteckige Marktplatz das Zentrum bildet.

Bezogen auf den Planungszeitraum gilt Marga als älteste Gartenstadt Deutsch­lands. 1985 wurde die sie unter Denkmalschutz gestellt. In den Jahren 1998 bis 2000 erfolgte die Sanierung. In den Jahren 2000 bis 2010 zählte die Gartenstadt Marga zu den Projekten der Internationalen Bauausstellung (IBA) Fürst-Pückler-Land.

Das Zentrum der Gartenstadt „Marga“

Der Markt und die ihn umschließenden Gebäude wurden in der Zeit zwischen 1910 und 1915 erbaut.  Als zentraler Platz der Gartenstadt „Marga“ ist der Marktplatz umgeben von repräsentativen Gebäude, die in früheren Zeiten vor allem dem sozialen Leben dienten: Kirche, Schule, Hotel und Kaufhaus.

Das repräsentative Gebäude der Kaiserkrone wurde um 1913 als kulturelles und soziales Zentrum der Gartenstadt errichtet. Es beherbergte eine Gaststätte mit Casino, eine „Schwarze Stube“, ein Vestibül, Hotelzimmer sowie einen großen Saal mit Bühne.

Heute sind in der Kaiserkrone die Räume der Grundschule Georg Heinsius zu Mayenburg, eine Akademie und die Ausstellung zur Geschichte der Gartenstadt Marga untergebracht. Gleichzeitig steht der Saal für größere Veranstaltungen zur Verfügung.

1911 eröffnete in dem Gebäude auf der nordöstlichen Seite die Volksschule. Mit Vordach zum Schutz vor Regen, großem Windfang und gefliesten Wänden in den Fluren entsprach es den damals modernsten Standards. Seit September 2009 befinden sich nach umfangreichen Sanierungsarbeiten im Gebäude die Grundschule „Georg Heinsius zu Mayenburg“ und die Kita „Naseweis“.

1913 erfolgte die Grundsteinlegung zum Bau der Kirche. Hinter dieser liegt ein in geometrischen Formen angeordneter, beeindruckend gestalteter Friedhof mit Friedhofskapelle.

Auf der Nordwestseite des Marktplatzes befindet sich ein Geschäftstrakt mit einem zentralen Gebäude – dem Kaufhaus. Weitere Einrichtungen auf der Nordseite waren die „Alte Post“, eine Bäckerei und eine Fleischerei.

Die Wohngebäude

Fast jedes der Wohngebäude erhielt sein eigenes Gesicht. Dies gelang – trotz der Verwendung von Basisentwürfen – durch unterschiedliche Baumaterialien und Dach­­formen, durch Einsatz verschiedenster Gliederungselemente, wie Fenster­spiegel, Mauerblenden und Fachwerk. Auch die Anordnung der Häuser, an den als Alleen angelegten Straßen der Siedlung, macht diese lebendig.

Auffällig sind die beiden identischen Gebäude mit glockenförmigem Dach, die den Auftakt zur Siedlung anzeigen. Sie schaffen durch ihre symmetrische Lage an der Straße von Senftenberg eine Torsituation.

Ausstellung zur Geschichte der Gartenstadt Marga

Seit September 2013 informiert im Komplex der Kaiserkrone eine Ausstellung zur Geschichte der Gartenstadt Marga. Geöffnet ist sie von Juni bis Oktober jeweils mittwochs und sonntags von 13 bis 17 Uhr. Führungen sind auf Anfrage jederzeit möglich. Interessierte wenden sich bitte an die Touristinformation Senftenberg.

Eintritt zur Ausstellung

Erwachsene: 2 Euro
Ermäßigt: 1 Euro

Anschrift

Gartenstadt Marga
Brieske
01968 Senftenberg
Ansprechpartner: Touristinformation Senftenberg
E-Mail: senftenberg@lausitzerseenland.de
Tel.: 03573 1499010
Fax: 03573 1499011