Tillich und Platzeck übergeben Steuerrad an Lausitzer Seenland
Bei Entwicklung des Lausitzer Seenlandes sehen Tillich und Platzeck Etappe erreicht. Künftig werden in der Region selbst Planungen zur Gestaltung vorangetrieben.
Zur Gestaltung des Lausitzer Seenlandes werden die weiteren Planungen künftig in der Region selbst vorangetrieben. Die Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) und Matthias Platzeck (SPD) sagten, das nun mit der Übergabe der Lausitzer Seenkette in regionale Verantwortung eine neue Etappe bei der weiteren Entwicklung des touristischen Highlights in Sachsen und Brandenburg begonnen habe. Für die touristische Erschließung der ehemaligen Braunkohletagebaue, aus denen derzeit die Seen entstehen, sprachen beide von großen Potenzialen.
Tillich sagte, dass im Lausitzer Seenland eine richtige Wasserwelt, ein Freizeitparadies entstehe. Ab jetzt liege die Verantwortung in der Region. Um das Ziel zu erreichen das Seenland weiter mit Leben zu füllen, seien die Akteure vor Ort gefragt, die sich in ihrer Heimat auch am besten auskennen.Wenn alle Überleiter fertig seien, freue sich Platzeck schon heute auf die erste Bootstour. Jeder See sei für sich zwar schon eine Perle, die größte künstliche Seenlandschaft Europas würde durch die Verbindung durch Kanäle aber ein "echtes Schmuckstück" der Lausitz sein.
Zwei der wichtigsten Infrastrukturvorhaben im Seenland besichtigten die Ministerpräsidenten. Ein Überleiter mit einer Schleuse soll auf sächsischer Seite helfen, das Höhenniveau von drei Metern zwischen dem Partwitzer und dem Neuwieser See per Boot überwinden zu können. Dazu wurde nun eine Brücke für die Staatsstraße 234 übergeben. Mit einem Überleiter zwischen dem Geierswalder und dem Senftenberger See entsteht auf brandenburger Seite ein Kanal. Dessen Besonderheit wird ein Wasserstraßen-Kreuz sein, bei dem die Schwarze Elster den künftigen Kanal oberhalb kreuzt. Bis zur Segelsaison 2012 soll das Bauvorhaben mit zwei Tunneln und einer Schleuse fertig werden.



