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Erstes Haus schwimmt auf Geierswalder See

Mit dem ersten schwimmenden Musterhaus auf dem Geierswalder See nördlich von Hoyerswerda soll der Grundstein für ein einzigartiges Wohnprojekt im Lausitzer Seenland gelegt werden.

Geierswalde - "Im geplanten ’Wohnhafen Scado’ sind 20 Häuser auf dem Wasser und neun Häuser auf der Landseite vorgesehen", sagte Kerstin Wilde von der Wilde Metallbau GmbH am Dienstag in einem Gespräch mit der Deutschen-Presse-Agentur dpa. Das erste Haus mit einem gewölbten Dach und einem Glasbereich war am Montag von einem Kran auf einem schwimmenden Ponton abgesetzt worden.

Den Ponton habe man an dicken Betonpfählen am Seeufer nordwestlich der sächsischen Stadt Hoyerswerda befestigt, berichtete Wilde. Wie die Mitinhaberin des von ihrem Bruder geleiteten Unternehmens im Finsterwalder Ortsteil Massen (Elbe-Elster) ankündigte, soll das Musterhaus bis Ende Juli ausgebaut werden. "Dieses Haus mit einer Wohnfläche von 115 Quadratmetern ist aber nur zum Ansehen für Kaufinteressenten bestimmt, nicht für den Verkauf." Die nächsten Häuser würden an Privatleute verkauft. "Es gibt schon einige Interessenten." Wilde hatte mit ihrer eigenen Firma das Hausprojekt entworfen und dafür den Brandenburger Designpreis 2008 erhalten.

"Der Geierswalder See eignet sich am besten für den geplanten Wohnhafen, weil der ehemalige Tagebausee schon mit Wasser gefüllt ist und im Uferbereich eine gute Infrastruktur hat", erläuterte Wilde. Der Kauf des Areals sei von der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) und den Landesbergämtern Brandenburgs und Sachsens genehmigt worden. Schwimmende Häuser gibt es im Lausitzer Seenland bereits auf dem Gräbendorfer See, wo eine Tauchschule eingerichtet wurde, und als Wohnhaus auf dem Partwitzer See an der sächsischen Landesgrenze.

"Unser schwimmendes Haus ist ein Modulsysem, das sich leicht transportieren lässt", sagte Wilde. "Das größte Absatzpotenzial gibt es in den entstehenden Seengebieten in der Lausitz und im Leipziger Raum." Käufer könnten das Haus auch auf privaten Seen errichten und dort wohnen. Kontakte für die Vermarktung gebe es zudem nach Polen. (dpa)
 

Quelle: SZ-Online.de, 14.7.09