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Rückblick - Regionalkonferenz Lausitzer Seenland 2010

„Lausitzer Seenland – Auf dem Weg zum eigenständigen Reisegebiet“

Am Donnerstag, den 4.11.2010 fand die dritte Regionalkonferenz Lausitzer Seenland im Veranstaltungsgebäude der IBA-Terrassen in Großräschen, Brandenburg statt. Der fachliche Austausch zum Thema, wo das Lausitzer Seenland auf seinem Weg zum eigenständigen Reisegebiet steht, zog über 100 Teilnehmer aus Sachsen und Brandenburg nach Großräschen. Neben Vertretern der Kommunen, Landkreise und Ministerien wurden alle Teilnehmer durch den gastgebenden Landrat Siegurd Heinze begrüßt.

Den Auftakt bereitete Thomas Wolber von der Ostsächsischen Sparkasse mit Auszügen aus dem Sparkassen-Tourismusbarometer. Es machte deutlich, dass das Seenland genügend Potential für ein eigenständiges Reisegebiet hat. Zu beachten sind besonders die Produkt- und Servicequalität und der steigende Trend zu Ferienwohnungen.

In drei Themenblöcken wurde zu Beginn das „Touristische Potential – Entwicklungsmöglichkeiten des Lausitzer Seenlandes“ erörtert. Aus den Wirtschaftsministerien der beiden Länder kamen die für den Tourismus verantwortlichen Referatsleiter Martin Linsen für Brandenburg und Frank Ortmann für Sachsen zu Wort und stellten dar, wie und mit welchem Potential sich das Lausitzer Seenland in den jeweiligen Tourismuskonzepten wiederfindet. Beide empfehlen die Integration des Seenlandes in die Publikation „Das blaue Paradies“. In vergleichbarer Weise wie das Lausitzer Seenland hat sich bereits vor rund 50 Jahren in Nordbayern eine strukturarme Region in eine Reiseregion – das Fränkische Seenland – verwandelt. Ernst Birnmeyer von der Beratungsstelle des Mittelfränkischen Seengebietes sprach über seine Erfahrungen im Entwicklungsprozess zur heutigen touristischen Destination.

Im zweiten Themenblock „Grundlagen – Wasser, Flächen und Verkehr“ informierten Klaus Zschiedrich und Frank Laqua von der LMBV über den Stand des Wasserhaushalts und der Sanierung im Lausitzer Seenland. Hans-Eberhard Kaiser vom Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg stellte das u.a. in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsverbund Oberelbe erstellte ÖPNV-Konzept Lausitzer Seenland vor. Im Kern heißt es, dass gerade innerhalb des Seenverbundes noch großer Bedarf besteht, das Netz aufzubauen bzw. zu verdichten. Das sei nicht immer mit dem Linienverkehr realisierbar dafür aber mit gezieltem Eventverkehr und mit dem Einsatz von Rufbussen.

Der abschließende Themenblock widmete sich den „Erfolgsfaktoren – klares Profil, einheitliche Strukturen, Qualität“. Stefan Korb vom Zweckverband Elstertal skizzierte die Möglichkeiten zur Vereinheitlichung der Tourismusvereine im Lausitzer Seenland. Anna Pietzsch, Verantwortliche für die Qualitätsoffensive ServiceQualität beim Landestourismusverband Sachsen, konnte mit ihren Ausführungen gut an ihre Vorredner anknüpfen und machte deutlich, welche positiven Auswirkungen Qualität im Produkt und Service haben. Bekräftigt wurde sie durch Praxisbeispiele, vorgetragen von Dana Hüttner vom Zweckverband Lausitzer Seenland Brandenburg und von Claudia Graf, Inhaberin des Bauern- und Ferienhofs Graf. Zum Ausklang der Konferenz stellte Antje Boshold, IBA-Fürst-Pückler-Land, dar, wie wichtig die Bewahrung der industriellen Geschichte der Region für die Gästeansprache und -betreuung ist.

Im Fazit vom Landrat Siegurd Heinze hieß es, dass sich das Lausitzer Seenland sehr wohl auf dem Weg zum eigenständigen Reisegebiet befindet. Wie sich der Weg gestaltet, hängt nun von der Aktivität und der zielgerichteten Zusammenarbeit der Akteure im Seenland ab.

Die nächste Regionalkonferenz findet im Herbst 2011 statt, dann wieder in Sachsen. Die zur Veröffentlichung freigegebenen Vorträge 2010 finden Sie unter www.lausitzerseenland.de/de/downloads.html.

Für Fragen können Sie sich gern an das Projektbüro Koordinierung Lausitzer Seenland, Tel: 03571-478832, projektbuero@lausitzerseenland.de wenden.

 


Referent Stefan Korb, Foto: Projektbüro
Referent Stefan Korb, Foto: Projektbüro

Podiumsdiskussion, Foto: Andreas Kirschke
Podiumsdiskussion, Foto: Andreas Kirschke

Referent Frank Ortmann, Foto: Andreas Kirschke
Referent Frank Ortmann, Foto: Andreas Kirschke

Publikum, Foto: Andreas Kirschke
Publikum, Foto: Andreas Kirschke