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Auf den Spuren der Freifrau von Löwendal

Die 1683 geborene Benedicta Margareta von Löwendal war eine dänisch-deutsche Adlige und Gründerin des Eisenwerkes in Lauchhammer. Der Industriestandort Lauchhammer erwachte 1725 mit dem Anblasen des ersten Hochofens. Ihrem Patenkind Detlef Carl von Einsiedel gelang es Lauchhammer dann aufgrund seiner Sammlung an antiken Kopien zum Zentrum des Eisenkunstgusses zu machen. 1784 gelang seinen Bildhauern ein bahnbrechender Erfolg: der erste figürliche Eisenhohlguss. Ab den 1830er Jahren wurde hier auch in Bronze gegossen und bekannte Bildhauer überließen die Ausführung ihrer Werke dieser Gießerei, die bis heute führend im Gießen monumentaler Plastiken ist. Im Kunstgussmuseum können Besucher die Modelle des Eisen- und Bronzegusses der Gießerei entdecken. Am Originalstandort der seit 1725 bestehenden Gießerei werden in einem Schaudepot die fast 3000 erhaltenen und unter Denkmalschutz stehenden Modelle aus dem Fundus der Gießerei gezeigt.

Länge: 28 Kilometer

Start/Ziel: Lauchhammer-West, Bahnhof, Dimitroffstr. 37

Route: Lauchhammer West (Mückenberg) – Lauchhammer Mitte (Bockwitz) - Lauchhammer Ost (Naundorf) - Lauchhammer Nord (Kleinleipisch) - Grünewalde - Lauchhammer West (Mü­ckenberg)

Sehenswertes an der Strecke:

  • evangelische Nikolaikirche, das Ehepaar Löwendal ist in einer heute noch zugänglichen Gruft bestattet
  • Heimatstube Lauchhammer-Mitte: Exponate zur Stadtgeschichte von Lauchhammer, die Modelle des Schlosses Mückenberg (heute Lauchhammer-West), das die Freifrau von Löwendal errichten lies und weiterer historischer Gebäude des Parkareals
  • „Germania“ - Nachguss der Kunstgussfigur von 1896 auf dem Markt in Lauchhammer-Mitte
  • Kunst- und Glockengießerei
  • Kunstguss „Große Vase“ im Park der Kunstgießerei aus dem Jahre 1784 erinnert an die Aufnahme der Eisenkunstgussfertigung in Lauchhammer.
  • Kunstgussmuseum
  • Friedensgedächtniskirche
  • Rhododendronpark
  • Mühlenhofmuseum
  • Biotürme, eine Station der ENERGIE-Route der Lausitzer Industriekultur
    Die Biotürme waren einst Bestandteil der Großkokerei Lauchhammer und dienten zur Reinigung von Prozessabwässern. In der Saison sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
    Standort: Lauchhammer-West, Finsterwalder Straße 57
  • Schlosspark Lauchhammer-West (Mückenberg) lies Freifrau von Löwendal anlegen, Schlosskirche und Tiergehege
  • Nachguss der "Herkulanerin" im Schlosspark Lauchhammer-West. Das Original der "Frau von Herculaneum" wurde einst als Eisenkunstguss für das Schloss Mückenberg gefertigt.  Anlässlich der 275-Jahrfeier des Lauchhammerwerkes wurde ein Nachguss im August 2000 wieder am alten Standort im Schlosspark aufgestellt.

TIpp: Das Handwerk der Kunst- und Glockengießer in Lauchhammer ist eines der seltensten Deutschlands. Die Kunstgießerei Lauchhammer ist einer der wenigen derartigen Handwerksbetriebe. Die Glocken aus Lauchhammer läuten auf der ganzen Welt. In der Kunstgießerei können Sie am Glockguss teilnehmen. Für Führungen und Teilnahme am Glockenguss ist vorherige Anmeldung unter 03574 / 860166 erforderlich.

Anreise:

  • mit dem Pkw aus Richtung Berlin über die A13, Abfahrt Ruhland (17), aus Richtung Dresden über die A4 / A13, Abfahrt Ruhland (17)
  • mit dem Zug: ab Berlin Schönefeld nach Lauchhammer-West, Zug im 2-Stunden-Takt mit zweimaligen Umsteigen in Sedlitz Ost und Ruhland (Fahrtzeit ca. 2:06 h), ab Dresden Hauptbahnhof nach Lauchhammer-West, Zug im Stunden-Takt mit einmaligem Umsteigen in Ruhland oder Elsterwerda-Biehla (Fahrtzeit ca. 1:24 h bzw. 1:38 h)

Parkplätze: Bahnhof Lauchhammer-West

Fahrradvermietung: Fahrradhaus Pötschke, Heßmer Platz 2, Lauchhammer, Vermietung von Fahr- und Kinderrädern, Kindersitzen und -anhängern, E-Bikes, Hol- und Bringeservice, Reparaturservice (Sofortwerkstatt)